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Willkommen im kleinen Illu-Studio von Mareike Engelke. Hier entstehen IllustrationenProdukteBilderBücher und Handschriften mit viel Liebe.


Mit zwei Händen

Neulich habe ich mir eine Cola in einer Glasflasche aus unserem Atelierkühlschrank, auch Hafenbar genannt, genommen und das Getränk beidhändig getrunken, so wie ein Kind es machen würde, weil die Flasche so schwer ist. Das körperliche Gefühl, was daraufhin aufkam, war interessant. Es kribbelte in meinem Gehirn und mein Körper schien sich an eine Zweihändigkeit zu erinnern. Der Moment fühlte sich komisch an. Ich war plötzlich ganz dort, beim Colatrinken im Atelier. 

Heute morgen habe ich mein Butterbrot auch zweihändig gegessen, um zu testen, ob es sich wieder so anfühlt. Tatsächlich war es wieder da, dieses seltsamen Gefühl, etwas ganz bewußt zu tun und den Moment wahrzunehmen.

Nun stelle ich mir die Frage, ob eine Tätigkeit, die zweihändig ausgeführt wird, sich immer viel unmittelbarer anfühlt. Ob die Zweihändigkeit dem Gehirn oder dem Körper ein Signal sendet, sich komplettiert, geerdet und besonders achtsam zu fühlen?

Ich werde weitere Beobachtungen anstellen. Habt ihr einen Gedanken dazu?

 

Hafenfrühling 2017

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